Inklusionskonzept

Die UN-Behindertenrechtskonvention hat 2008 „Inklusion“ als Menschenrecht für Menschen mit Behinderungen erklärt. Inklusion (lateinisch „Enthalten sein“) bedeutet, dass alle Menschen selbstbestimmt am gesellschaftlichen Leben teilnehmen. Das heißt: Menschen mit Behinderungen müssen sich nicht mehr integrieren und an die Umwelt anpassen, sondern diese ist von vornherein so ausgestattet, dass alle Menschen gleichberechtigt leben können – egal wie unterschiedlich sie sind. Das Ideal der Inklusion ist, dass die Unterscheidung „behindert/nicht behindert“ keine Relevanz mehr hat.

Haltung

Ein integrativ arbeitender Kindergarten ist ein Ort, an dem die Gemeinschaft und Solidarität gepflegt und gelebt werden. In der Gemeinschaft erfahren Kinder die Andersartigkeit als Lebensmöglichkeit und Bereicherung.

Integration bedeutet nicht die Anpassung von Kindern am vorherrschenden Leistungs- und Wertesystem. Im Vordergrund stehen die Möglichkeiten und Kompetenzen der Kinder und nicht deren Defizite. Bezogen auf den Alltag im Kindergarten heißt das, den Alltag so miteinander zu gestalten, dass sich jeder mit seinen Fähigkeiten und Fertigkeiten einbringen kann.

 

Wir gestalten den Tagesablauf inhaltlich so, dass alle Kinder an allen Aktivitäten teilnehmen können.

 

Ablauf

Bei ersten Auffälligkeiten von Kindern im Gruppenalltag wird die Fachkraft für Inklusion hinzugezogen, um bei der Beobachtung unterstützend tätig zu werden und evtl. Maßnahmen einzuleiten.

Gemeinsam werden dann die beratenden Elterngespräche durchgeführt und gegebenenfalls der Inklusionsantrag für das Kind erstellt. Die Inklusionskraft erarbeitet mit den Eltern den Förder- und Hilfeplan, um eventuell auch Vernetzungen zwischen verschiedenen Institutionen einzuleiten. Halbjährlich finden Evaluationsgespräche statt.

 

Anregung für den pädagogischen Alltag

  • die Kinder sind Ausgangspunkt, Bezugspunkt und Mitgestalter der pädagogischen Arbeit
  • der Tagesablauf und die Arbeitsmethoden sollten prozessorientiert den jeweiligen Bedingungen und Bedürfnissen wandelbar angepasst werden
  • intensive Beobachtungen unter dem Aspekt der Ganzheitlichkeit sind wichtige Grundlagen für die pädagogische Planung
  • ausgehend von Vorgesprächen und der Beobachtung erfolgt eine individuelle Zieldefinition für das Kind
  • klare, überschaubare, ggf. individuelle Regeln und Grenzen für das soziale Zusammenleben und den Alltag werden mit den Kindern erarbeitet, festgehalten und weiterentwickel.

 

Ein ausführliches Inklusionskonzept können sie in der Einrichtung einsehen.