St. Ida

Katholische Kindertagesstätte St. Ida

Die Tageseinrichtung St. Ida arbeitet familienorientiert, d.h. familienergänzend und –unterstützend. Es ist uns ein Anliegen, eine freundliche, anregende Atmosphäre zu schaffen, in der sich Kinder und Eltern gleichermaßen wohl fühlen.  In unseren Bemühungen um das Kind wünschen wir uns Offenheit und Zusammenarbeit mit den Eltern. Elternmitwirkung ist von uns gewünscht und wichtig.

Bevor Sie uns Ihr Kind anvertrauen nutzen Sie die Möglichkeit, sich hier über unsere Einrichtung und Arbeit zu informieren. Kontaktieren Sie uns auch gerne, wenn Sie weitere Fragen haben.

Profil:

  • Wir sind eine katholische Einrichtung.
  • Wir können 65 Kindern im Alter von 2-6 Jahren einen Betreuungsplatz anbieten.
  • Davon können bis zu 12 Plätze mit Kindern unter drei Jahren belegt werden.
  • Die Kinder werden in drei Gruppen betreut, wovon zwei Gruppen die etwa 2-4jährigen Kinder betreuen und eine weitere Gruppe die etwa 4-6jährigen Kinder.
  • Die Kinder werden bei teiloffener Arbeit in Stammgruppen betreut.
  • Wir arbeiten seit vielen Jahren inklusiv. Unsere Räumlichkeiten sind entsprechend ausgestattet.

räumliche Ausstattung:

  • alle Gruppenräume sind mit einem Nebenraum und einem eigenen Waschraum versehen und haben einen eigenen Zugang zum Außenspielbereich
  • es gibt ein barrierefreies Bad, mit behindertengerechter Dusche und WC
  • ein gut ausgestatteter großer Bewegungsraum mit einem modernen Balkensystem ermöglicht Bewegung bei jedem Wetter
  • der großzügige Flurbereich erweitert die Spiel- und Bewegungsfläche
  • Schlaf-, Essensraum, Küche, Büroräume und weiter Funktionsräume erweitern das Raumangebot
  • das Außengelände lädt mit verschiedenen Klettermöglichkeiten, Rutsche, Schaukel, Sand- und Bolzbereich, „Rennstrecke“, kleinem Obstgarten, Matschecke, Matschanlage, Sitzgruppen und jeder Menge Fahrzeuge und Sandspielzeuge zum Spielen, Bewegen, Verstecken und Entdecken ein und macht viele Sinnesanregungen möglich

Die Räumlichkeiten in unserer Einrichtung entsprechen selbstverständlich den Sicherheits- und Brandschutzbestimmungen und werden regelmäßig überprüft. Wir möchten vermeidbare Gefährdungen möglichst ausschließen. Das Wohl der Kinder liegt uns am Herzen.

Wir laden Sie ein, sich selbst bei einem virtuellen Rundgang durch die Bildergalerie ein Bild von unserer Einrichtung zu machen.

unsere pädagogische Haltung                                                                    Grundlegend für unsere pädagogische Arbeit ist der „lebensbezogene Ansatz“ nach Prof. Dr. Huppertz. Dieser Ansatz berücksichtigt die Individualität und die Lebensumstände des einzelnen Kindes und lässt sich auch in unserem inklusiven Arbeitskonzept gut umsetzen. Ausgehend vom Blickwinkel des einzelnen Kindes  umfasst dieser Ansatz Bildung, Erziehung, praktisches Tun, soziale und emotionale Entwicklung gleichermaßen. Das heißt für uns bei der praktischen pädagogischen Arbeit das Kind, sein Lebensumfeld, Lebenswelt, seine Erfahrungsmöglichkeiten und seine Lebenswirklichkeit stets im Blick zu haben.

Das heißt in der Folge: Jedes Kind braucht Gelegenheit, Zeit und Raum sich und die Welt nach seinen eigenen Möglichkeiten und in seinem eigenen Tempo selbst zu entdecken! Dabei wollen wir es mit Wertschätzung begleiten und unterstützen nach dem Grundsatz:
Sage es mir – und ich vergesse es.
Zeige es mir – und ich erinnere mich.
Lasse es mich selbst tun – ich behalte es.
(Konfuzius (chinesischer Philosoph *500 v. Chr.

In unserer Einrichtung arbeiten wir nach dem „teiloffenen Prinzip“. So erfahren die Kinder einerseits feste Bezugspunkte, Halt, Orientierung und Geborgenheit und haben andererseits aber auch die Freiheit, um ihrer Entdeckerfreude nachzugehen und sich die Impulse zu holen, die sie selbst gerade brauchen.

Aufnahme und Eingewöhnung                                                                                   Wenn Sie einen Betreuungsplatz zugesichert bekommen haben, dann vereinbaren wir mit Ihnen einen Termin für ein Erstgespräch. Sie werden in diesem Gespräch darüber informiert, dass ihre Beteiligung am Eingewöhnungsprozess des Kindes erwünscht ist und ihre Anwesenheit in den ersten Tagen für das Kind wichtig ist. Es werden Bedürfnisse und Gewohnheiten des Kindes, Erwartungen der Eltern und weitere Einzelheiten für die ersten Tage Ihres Kindes in der Einrichtung besprochen.

Damit Ihr Kind seine Bezugserzieherin schon vor dem ersten Kindergartentag in seiner eigenen gewohnten Umgebung kennenlernen kann, bieten wir die Möglichkeit eines Hausbesuches kurz vor der Aufnahme an.

Die Eingewöhnungszeit gestalten wir gemeinsam mit Ihnen und Ihrem Kind individuell nach den Bedürfnissen des Kindes und in Anlehnung an das „Berliner Eingewöhnungsmodell“.  Damit sich Ihr Kind in der neuen Umgebung des Kindergartens wohl fühlen kann, braucht es Sie in der ersten Zeit als vertraute Bezugsperson. Während dieser Zeit bleiben Sie in der Einrichtung und sind für Ihr Kind so in erreichbarer Nähe. Die Bezugserzieherin nutzt diese ersten Tage, um einen Bezug zu Ihrem Kind aufzubauen. Sobald Ihr Kind Kontakt zu der Erzieherin aufgenommen hat, sich trösten, füttern, wickeln, gegebenenfalls auch schlafen legen lässt und ins Spiel findet , können Sie sich schrittweise aus dem Alltag der Tagestätte zurückziehen. Wir rufen Sie an, sobald das Kind sich untröstlich zeigen sollte. Es ist uns wichtig, Ihrem Kind von Anfang an Vertrauen in seine neue Umgebung zu vermitteln, damit es sich wohlfühlen kann. In dieser Atmosphäre hat Ihr Kind die Möglichkeit, sich optimal zu entwickeln. Etwa sechs Wochen nach der Aufnahme besprechen wir in einem Eingewöhnungsgespräch mit Ihnen den Verlauf der Eingewöhnung.                                 Danach finden in regelmäßigen Abständen Entwicklungsgespräche statt. Natürlich stehen wir Ihnen darüber hinaus bei Bedarf auch ansonsten für Gespräche zur Verfügung.

Partizipation                                                                                                                 Aus unserer pädagogischen Haltung versteht sich das Recht der Kinder auf Beteiligung, das ihnen unabhängig vom Alter und auf altersangemessene / dem Entwicklungsstand entsprechende Art und Weise zugestanden wird.                                            Partizipation in die Arbeit des Kindergartenalltags zu integrieren heißt für das Team (keinesfalls sich entspannt zurück zu lehnen und die Kinder „mal machen zu lassen“, sondern) es bedarf eines hohen Maßes an Fachwissen, genauer Beobachtung und deren Auswertung, verantwortlichem Tun, Kreativität, Reflektion, Toleranz und an Bereitschaft sich zurück zu nehmen und flexibel zu reagieren. Bei aller Beteiligung gilt es Vorgaben und Rahmenbedingungen zu beachten und steht das Wohl des Kindes immer an erster Stelle.                                                                                             Ziele der partizipativen Arbeit in der Kindertagesstätte St. Ida

  • Erlernen des Umgangs mit demokratischen Prinzipien
  • Kritikfähigkeit und Selbstbestimmtheit, Mündigkeit
  • Selbstbewusstsein stärken (Ich bin wichtig! Ich werde respektiert! Ich bin wer!)
  • Selbstwirksamkeit erfahren (Meine Stimme ist was wert! Ich muss mich für meine Bedürfnisse einsetzen, wenn ich was erreichen will!)
  • seine Meinung vertreten können (Meine Bedürfnisse muss ich kennen und äußern! Ich muss Entscheidungen treffen!)
  • Handlungsplanung erlernen, Verantwortung und Konsequenzen für eigenes Handeln kennen lernen

Partizipation und Demokratie – Beispiele praktischer Umsetzung im Kindergartenalltag Bei allen hier angeführten Beispielen haben wir selbstverständlich das Alter, den Entwicklungsstand und das Kindeswohl im Blick.

  •  Essen und Trinken / Mahlzeiten                                                                               – die Kinder bestimmen darüber, wann und ob sie -frühstücken, wo und neben wem sie sitzen, was und wieviel sie essen und trinken                                             – beim Vorbereiten des Frühstückes, beim Auf- und Abdecken des Tisches können sich die Kinder je nach Fähigkeiten und Interesse beteiligen
  • Ruhe
    – im Tagesverlauf entscheiden die Kinder selbst ob, wie lange und in welche Ruhebereiche der Einrichtung sie sich für eine Auszeit zurück ziehen (Absprache: die Mitarbeitenden in der Gruppe müssen wissen wo sich das Kind befindet);
    – in der Mittagssituation: Kinder entscheiden entsprechend ihres Alters und ihrer Bedürfnisse ob sie schlafen oder ruhen oder leise spielen
  • Bewegung                                                                                                                 – die Kinder entscheiden nach Absprache mit den Mitarbeitenden in der Gruppe ob und wann sie draußen spielen – unabhängig vom Wetter, der Uhrzeit und der Jahreszeit
    – alle  Kinder können die Bewegungsbereiche innerhalb der Einrichtung (Flur, andere Gruppenzimmer, Nebenräume…) nach Absprache mit den Mitarbeitenden frei am Tag nutzen
    – die Kinder können für geführte und offene Bewegungsangebote jederzeit Vorschläge machen, die dann gemeinsam mit ihnen umgesetzt werden
  • Partizipation bei der Entwicklungsdokumentation
    –  die Kinder werden maßgeblich bei der Portfolioarbeit beteiligt: Gestaltung ihrer Bilder, Besprechung von Lerngeschichten usw. und heften diese ab, können entscheiden wann sie ihren Ordner einsehen wollen, wem sie ihren Ordner zeigen wollen, können ihren Ordner mit nach Hause nehmen und zuhause zeigen; die Ordner stehen an einer für Kinder im Gruppenraum jederzeit zugänglichen Stelle
  • Partizipation im Spiel
    – Kinder entscheiden über ihre Spielpartner, wann, was, womit, wie lange und wo sie spielen;
    – der Tagesablauf spazieren gehen, draußen und drinnen spielen wird an die Bedürfnisse der Kinder angepasst; – es gib keinen vorgefertigten Wochenplan mit durchstrukturiertem Tagesablauf; die Kinder werden nach ihren – Wünschen befragt und können über das Ergebnis abstimmen;
  • Partizipation bei der Gestaltung von Rahmenbedingungen
    z.B. Raumgestaltung / Materialauswahl
    – Materialien und Mobiliar werden den aktuellen Bedürfnissen in der Gruppe angepasst und gegebenenfalls mehrfach umgeräumt, ersetzt oder ergänzt;
    – die Bedürfnisse der Kinder werden auch durch aufmerksame Beobachtung und Befragung ermittelt und berücksichtigt, die größeren Kinder teilen ihre Bedürfnisse verbal oder auch in der Kinderkonferenz mit;
  • projektbezogene Partizipation
    – aufmerksame Beobachtung ermöglicht nah an den Interessen der Kinder zu sein und daran anzuknüpfen; das gilt für alle Altersgruppen
    – die Kinder können ihre Wünsche und Bedürfnisse verbal, durch zeigen und auch in der Kinderkonferenz oder Sitzkreisen äußern
    – bestimmte Themen sind (beispielsweise durch den kirchlichen Jahreskreis) vorgegeben und werden als Impuls von den Mitarbeitenden in die Gruppen gegeben; Ideen und Anregungen der Kinder werden aufgegriffen (wechselseitige Impulsgebung);

Möglichkeiten zum Erlernen demokratischer Prozesse: Abstimmung und Kinderkonferenz

  • Abstimmung mit Duplosteinen: jedes Kind bekommt einen identisch aussehenden Duplo-Stein – auch die Mitarbeitenden -> jede Stimme ist gleich viel wert, gleich „groß“; wenn es eine Auswahl von Dingen gibt, dann können die Kinder ihren Stein auf den Symbolgegenstand, das Bild, das Buch… legen, für den / das sie sich entscheiden; die Steine werden jeweils aufeinander gesteckt und es ist sofort ersichtlich welcher Turm höher ist; der zweithöchste Turm ist … ; da kein Abzählen erforderlich ist, klappt dieses Verfahren auch gut mit den „mittleren“ und kleineren Kindern
  • Abstimmung mit Tennisbällen in durchsichtigen Röhren; jeder Tennisball hat eine Stimme; da die Röhren etwas breiter sind, sind die Tennisbälle nicht einzeln übereinander – es lässt sich nur eine Tendenz auf den ersten Blick ablesen; die größeren Kinder zählen gespannt gemeinsam die Stimmen aus oder legen Reihen mit den Bällen
  • Abstimmung mit Handzeichen in Kleingruppen bei den „älteren Kindern“
  • Abstimmung mit Portrait-Fotoklammern
  • Symbole über die abzustimmenden Dinge in Raumecken; die Kinder laufen zu dem Ort hin für dessen Symbol sie sich entschieden haben
  • denkbar wäre auch der Gebrauch einer Waagschale (vor allem für die kleineren Kinder, weil das Ergebnis direkt sichtbar ist)…; der Kreativität für weitere Abstimmungsverfahren sind keine Grenzen gesetzt…

Kinderkonferenz in der Zirkusgruppe 

  • einmal wöchentlich, zu einem festgelegten Zeitpunkt und nach einem festen Ritual, -> gemeinschaftliche Entscheidungen fällen, Ideen und Wünsche für die kommende Woche / Zeit sammeln, Probleme ansprechen; den Wünschen, Anliegen und Bedürfnissen der Kinder in der Kinderkonferenz einen festen Platz geben
  • Arbeitsweise: Konferenzbox – Sammlung von Ideen, Anliegen und Wünschen der Kinder oder Mitarbeitenden -> Box wird am Konferenztag geleert und der Inhalt besprochen und gegebenenfalls abgestimmt; Abstimmungsverfahren (s.o.), offenes Gespräch nach mit den Kindern erarbeiteten Regeln; Protokoll und Aushang zu der Konferenz und den Ergebnissen durch eine/n Mitarbeitende/n; Infowand Kinderkonferenz

Bewegung                                                                                                         Bewegung ist die Basis jeglicher geistiger, körperlicher und sprachlicher Entwicklung. Deshalb sind uns vielfältige Bewegungsmöglichkeiten drinnen und draußen wichtig. Dazu bietet unsere Einrichtung bei jedem Wetter Gelegenheit. Unsere Bewegungshalle ist gut mit verschiedenem altersgerechten Material und einem modernen Balkensystem ausgestattet. Das Außengelände bietet verschiedenste Spiel-, Renn-, Sinneserfahrungsmöglichkeiten und trägt mit all diesen Möglichkeiten zur gesunden Entwicklung der Kinder bei. Mit verschiedenen alters- und bedarfsgerechten freien und angeleiteten Bewegungsangeboten in der eigenen Bewegungshalle, freien Bewegungsangeboten auf dem Außengelände, einem Turnangebot für die „älteren Kinder“ in der Turnhalle der Grundschule und Spaziergängen geben wir dem Bewegungsdrang Raum und unterstützen die Kinder in ihrer Entwicklung. Darüber hinaus gibt es nach ärztlicher Verordnung auch die Möglichkeit im Bedarfsfall in unserer Einrichtung am psychomotorischen Turnen teilzunehmen.

Religionspädagogik in der Kindertagesstätte St. Ida

die Hl. IdaSchon beim Betreten der Einrichtung und Begehen der Räume wird optisch deutlich, dass unsere Einrichtung christlich geprägt ist:- Da hängt ein Bild der hl. Ida im Eingangsbereich mit der Geschichte der hl. Ida.
– Es hängen Kreuze in den Räumen.
– Gebetswürfel stehen auf den Essenstischen.
– Eine Tafel mit dem Jahreskreis der wichtigsten kath. Feste hängt im Eingangsbereich; auf dieser Tafel gibt es auch kurze Erläuterungen zu den Festen.
– Auch Aushänge zu den wichtigsten islamischen Festen mit kurzen Erläuterungen hängen neben der Tafel mit dem Jahreskreis.
– Osterkerzen stehen in den Gruppenräumen.
– Kinderbibeln oder Bücher mit biblischen Geschichten gibt in den Gruppenräumen und in unserer Bibliothek.
– Wir gestalten Bereiche im Flur oder in den Zimmern entsprechend zu den religiösen Themen, die wir mit den Kindern erarbeiten.

Als Mitarbeitende in einer katholischen Einrichtung fühlen wir uns der Vermittlung christlicher Normen und Werte verpflichtet. Ebenso ist das Wissen um und der Respekt vor anderen Religionen ein wichtiger Aspekt der religiösen Erziehung.
Wir haben uns darauf verständigt, dass ethisch religiöse Erziehung der Kinder in unserer Einrichtung mindestens die folgenden Aspekte umfasst:

  • Vermittlung einer wertschätzenden Haltung gegenüber allen Menschen
  • Vermittlung einer wertschätzenden Haltung gegenüber der Schöpfung (Natur und Umwelt)
  • Vermittlung einer respektierenden / respektvollen Haltung gegenüber dem Anderssein
  • Vermittlung von Werten und Kriterien für ein friedliches Zusammenleben
  • Vermittlung einer toleranten und wertschätzenden Haltung gegenüber anderen Kulturen und Religionen

Der religiöse Schwerpunkt zeigt sich aber nicht nur in der Optik, sondern vor allem auch inhaltlich in der pädagogischen Arbeit:

  • Wir beten mit den Kindern zu den Mahlzeiten und auch zu verschiedenen anderen Gelegenheiten.
  • Wir singen gemeinsam religiöse Lieder.
  • In allen Gruppen werden auf altersgerechte Art religiöse Themen erarbeitet und Geschichten erzählt, dabei bedienen wir uns verschiedener Methoden und Medien (Kamishibai Erzähltheater, Godly Play Methode, einfaches erzählen oder vorlesen biblischer Geschichten… alles mit den entsprechenden Materialien, die eigens dazu in der Einrichtung angeschafft wurden).
  • Ein Bezug zum Alltag und der Lebenswelt der Kinder wird in der Erarbeitung der Themen hergestellt.
  • Um die Themen mit den Kindern zu vertiefen, erfahrbar und mit allen Sinnen begreifbar zu machen werden die Themen auch gestalterisch umgesetzt. Es wird dazu gespielt, gebastelt, in Rollenspielen die Themen nachgespielt, Flur- oder Gruppendeko erstellt, Portfolioblätter gestaltet…
  • Wir besuchen mit den Kindern die Kirche zu verschiedenen Gelegenheiten (Abschlussfeier, Adventssingen… oder einfach nur mal so), zeigen und erklären dort Verschiedenes, antworten auf Kinderfragen, zünden Kerzen an und beten und singen.
  • Die Erzieherinnen gestalten Kleinkinderwortgottesdienste und laden dazu ein.
  • Es werden Feste des Kirchenkreises altersgerecht auf Gruppenebene oder auch gruppenübergreifend erarbeitet und gefeiert (z.B. St. Martin, Erntedank, Ostern, Allerheiligen, Nikolaus, Adventszeit…).

Kinder mit besonderen Bedürfnissen
Wie bereits oben beschrieben, respektieren wir gerade auch als christliche Einrichtung jedes Kind in seiner Einzigartigkeit, so wie Gott es gewollt hat. Deshalb begleiten wir alle Kinder unabhängig von ihren kulturellen, sozialen, nationalen, religiösen und gesundheitlichen Hintergründen in ihren Entwicklungs- und Bildungsprozessen. Das bedeutet allerdings nicht automatisch Chancengleichheit…,

… sondern, dass wir auf die unterschiedlichen Bedürfnisse und Möglichkeiten der einzelnen Kinder Rücksicht nehmen müssen. So erfordern besondere Umstände und Bedürfnisse auch unsere besondere  Aufmerksamkeit und Unterstützung. Passende Rahmenbedingungen zu schaffen (z.B. barrierefrei Räumlichkeiten), reichen da alleine nicht aus.

Kinder mit inklusivem Betreuungsbedarf                                                              (siehe auch Menuepunkt Kindertageseinrichtungen)                                                     Wir arbeiten seit 1992 integrativ.                                                                                    Wir nehmen alle Kinder entsprechend unserer Platzkapazitäten auf und schließen auch Kinder mit körperlichen, geistigen Schwächen, Behinderungen (beispielsweise Wahrnehmungsstörungen, Entwicklungsverzögerungen, Down Syndrom oder Sprachauffälligkeiten) nicht aus.                                                                                    Wir gewähren jedem Kind unsere Unterstützung in dem Maße, wie es sie benötigt, ohne es zu klassifizieren oder es im Hinblick auf Attribute wie „gesund“, „behindert“, „gefährdet“, auffällig“, „retardiert“, „beeinträchtigt“ oder „entwicklungsgestört“ zu sehen.

Dass wir uns für inklusives Miteinander entschieden haben bedeutet

  • dass alle Kinder viel voneinander lernen können
  • und alle Beteiligten lernen, Akzeptanz aufzubringen und zu erfahren
  •  unterschiedlichen Schwächen und Stärken möglichst wertfrei zu sehen und anzunehmen
  • dass „Anderssein“ im Alltag als selbstverständlich erlebt wird und deshalb Hemmschwellen oder Vorbehalte erst gar nicht aufgebaut werden
  • Verständnis füreinander zu haben und  Vorurteilen entgegen zu wirken
  • Inklusion im Kindergartenalter zu erleben, trägt zur Erkenntnis bei, dass behinderte Menschen zur Normalität der Gesellschaft gehören
  • einen Gewinn im vorurteilsfreien Miteinander zu sehen.

Inklusion geht alle an und ist deshalb trotz Spezialisierung einzelner Mitarbeiterinnen eine Herausforderung, die viele Aufgaben umfasst:

  • praktisches Arbeiten mit den Kindern, das Selbstwirksamkeit und Selbstbildungspotenziale ermöglicht und deutlich werden lässt
  • Gespräche mit den Eltern / Begleitung und Beratung
  • Verwaltungsarbeit: Antragstellung, Dokumentation von Elterngesprächen, Planung der behinderungsspezifischen Hilfen, erstellen der Bildungsdokumentation und des Teilhabe- und Förderplanes; Reflexion, Überarbeitung und Fortschreibung des Förder-und Teilhabeplanes in den dafür vorgesehenen Abständen
  • Auswahl / Beschaffung spezifischen Fördermaterials
  • Kooperation mit den involvierten Stellen
  • Teilnahme am Arbeitskreis Inklusion
  • sich nicht nur in Fortbildungen zum Thema regelmäßig zu reflektieren

Inklusion kann nur in Zusammenarbeit gelingen. Deshalb ist eine gute Kooperation mit allen am Entwicklungs- und Bildungsprozeß Beteiligten (dem Kind und seiner Familie, dem gesamten Kindergartenteam und verschiedenen professionellen Systeme, wie Ärzte, Therapeuten, sozialpädiatrische Zentren, Frühförderstellen usw.) unerlässlich.

Kinder mit Migrationshintergrund                                                                         Kinder, die aus einem anderen Land kommen, aus einem anderen kulturellen und religiösen Umfeld,  verstehen unsere Sprache, unsere Regeln und unser Handeln oft nicht und können ihre Bedürfnisse häufig nicht nach ihren Wünschen deutlich machen. Der Besuch in einer Kindertagesstätte ist deshalb mit einer enormen Anpassungsleistung verbunden und sie und ihre Familien brauchen deshalb unsere Aufmerksamkeit und Unterstützung in besonderem Maße. Es ist uns wichtig, dass sich die Kinder wohl fühlen, obwohl nicht alles so ist wie sie es aus ihrem häuslichen Umfeld gewohnt sind. Besonders bedeutsam ist es deshalb schnell das Erlernen der Sprache und eine gute soziale Einbindung zu unterstützen.

Kinder unter drei Jahren                                                                                              Bei Kindern unter drei Jahren ist die Befriedigung der Grundbedürfnisse (Essen, Trinken, Schlafen, hygienische Versorgung…) Grundlage, damit das Kind weitere Schritte in seiner Entwicklung gehen, Selbstwirksamkeit erfahren und Selbstbildungspotenziale entwickeln kann. Bindung, Geborgenheit und Wohlbefinden sind weitere Voraussetzung für eine gute Entwicklung.    Das erfordert eine gute Eingewöhnung, besondere Professionalität und Fachkompetenz. Deshalb haben sich Erzieherinnen unseres Teams auf dieses spezielle Aufgabenfeld, mit seinen besonderen Erfordernissen, vorbereitet und fortgebildet. Die unter dreijährigen Kinder sollen möglichst Kontinuität in ihren Beziehungen zu den pädagogischen Fachkräften erleben. Beziehungsvolle Pflege ist in der Grundversorgung und Körperpflege von großer Bedeutung. Das Kind macht in Pflegeinteraktionen erste Erfahrungen über sich selbst und über andere. Die Pflegehandlungen wie Wickeln, Mahlzeiten und Schlafen nehmen einen großen Teil des Tagesablaufes ein. Diese Situationen nutzen wir zum intensiven Austausch bzw. intensiver Kommunikation mit dem Kind. Dem Bedürfnis nach Nähe einerseits und nach Rückzug, Ruhe und Schlaf andererseits räumen wir im Tagesablauf den notwendigen Raum ein.

Zudem ist es für die Arbeit mit Kindern dieser Altersgruppe notwendig besondere räumliche und materielle  Rahmenbedingungen zu schaffen. Z.B. müssen verschluckbare Kleinteile, scharfe Gegenstände,… und dergleichen als Gefährdung ausgeschlossen werden. Eine erhöhte Aufsicht ist zu gewährleisten. Es muss geeignetes Spielmaterial gewählt werden und die materielle und räumlichen Möglichkeiten müssen mit den Kindern im Laufe des Kindergartenjahres wachsen.